Freitag, 19 Oktober 2018

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Evangelisch-Lutherische Thomaskirche, Großreuth bei Schweinau“ steht auf dem Dienstsiegel unserer Thomasgemeinde. Die Wirklichkeit unserer Kirchengemeinde wird dadurch aber nur ungenügend abgebildet. Mehrere Stadtteile im Westen der Stadt, Großreuth, Kleinreuth, Schweinau und Sündersbühl berühren unser Gemeindegebiet.

Ein Blick zurück:
Zwar steht die Thomaskirche seit 1931 im Herzen des „Dorfes Großreuth“. Rundherum machten sich die letzten Jahre und Jahrzehnte aber immer mehr städtische Wohn- und Gewerbegebiete breit. Seit 1928 gehörte die Thomaskirche zusammen mit der benachbarten Stephanuskirche in Gebersdorf zu einer Kirchengemeinde. Damals war diese vom Dekanat Fürth aus gegründet worden. Zunächst war der Bau einer großen gemeinsamen Kirche an der Hügelstraße beim Birnbaum geplant. Aus heute nicht mehr ganz nachvollziehbaren Gründen kam es dann aber anders. So weihten beide Gemeindeteile im Dezember 1931 je eine eigene Kirche ein.
Während der folgenden Jahrzehnte gehörten beide Gebiete zu einer Kirchengemeinde mit zwei Kirchen. Beide trennten sich erst in den 60er Jahren und wurden selbständig. Die Verbindung ging jedoch nie ganz verloren und hat sich in den letzten Jahren wieder deutlich intensiviert:

 

  • Der gemeinsame Diakonieverein bestand alle Jahre hindurch; bis in die 90er Jahre wurde die häusliche Krankenpflege durch diesen Diakonieverein selbst organisiert. Später tat man sich dann zu immer größeren Pflegebündnissen zusammen - inzwischen ist daraus das „DiakonieTeam Noris“ entstanden, durch das große Bereiche der Innenstadt und des Westens von Nürnberg pflegereisch versorgt werden. Unser Diakonieverein unterstützt das DiakonieTeam Noris nach wie vor inhaltlich und finanziell.
  • Seit einigen Jahren planen und verantworten wir unsere Kinder- und Jugendarbeit wieder zusammen mit Stephanus. Hauptamtliche Unterstützung erhält unsere Jugend durch die Evangelische Jugend Nürnberg und Jugenddiakon Armin Röder, der allerdings neben der Begleitung unserer Jugendarbeit noch viele andere Aufgaben erfüllen muss. Durch personelle Kürzungen bei den Hauptamtlichen wurden unsere jungen, ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die letzten Jahre immer mehr in die Verantwortung genommen. Kindergruppen, Angebote für Teens und Jugendliche, verschiedene Freizeiten, Kinderbibeltage, regionale Events, und Angebote für Konfirmanden bilden ein rundes Ganzes für unsere jungen Gemeindeglieder.
  • Seit einigen Jahren werden die Gottesdienste in Stephanus und Thomas gemeinsam geplant, koordiniert und teils auch miteinander durchgeführt.
  • Seit 2006 geben wir unseren Gemeindebrief zusammen mit der Stephanuskirche heraus. Termine und Veranstaltungen werden miteinander geplant. Wo es geht, nutzen wir auch sonst die Möglichkeit zur Zusammenarbeit. Wir haben entdeckt, dass unser Gemeindeleben durch dieses Zusammenwirken bereichert wird.


Die Gemeindegliederzahl der Thomaskirche hat sich die vergangenen Jahre nur wenig verändert. In den 80er Jahren lag sie mal in der Größenordnung von 3.300, seit 1999 bewegt sie sich stets zwischen 2.900 und 3.000. Dies liegt auch daran, dass auf unserem Gemeindegebiet immer wieder neue Baugebiete erschlossen wurden. Viele junge Familien sind in den letzten Jahren zugezogen - es gibt wieder mehr Kinder bei uns, denen wir eine kirchliche Heimat anbieten.

Was uns reich macht - unsere MitarbeiterInnen
Wie gesagt: Das Leben unserer Thomasgemeinde wird ganz wesentlich durch unsere aktiven Gemeindeglieder geprägt und gestaltet. Das haupt- bzw. nebenamtliche Team ist die letzten 10 Jahre stark geschrumpft - beim Hausmeister und im Pfarrbüro mussten Stunden reduziert werden, ebenso im Bereich der Jugendarbeit. Eine halbe Stelle in der Seniorenarbeit musste ganz wegfallen. Seit April 2007 ist ½ von 1,5 Pfarrstellen nicht besetzt.
Die Zahl der Ehrenamtlichen ist die letzten Jahre jedoch ähnlich stark geblieben. Zurzeit sind es über 150 Menschen, die das Leben unserer Gemeinde mitgestalten. Nur deshalb gibt es bei uns ein so buntes, vielfältiges Angebot für Menschen aller Generationen.
Den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit habe ich bereits beschrieben. Daneben gibt es ein vielfältiges Angebot im Bereich der Gottesdienste: Neben dem „normalen“ sonntäglichen Gottesdienst werden auch Gottesdienste für Familien, für Eltern mit Krabbelkindern, für die Kinder der Dunantschule zusammen mit den katholischen und evangelischen Lehrerkollegen aus der Schule gestaltet. Viele andere Gottesdienste werden dabei auch zusammen mit der katholischen Nachbargemeinde St. Lioba / St. Bonifaz „ökumenisch“ gefeiert.
Unsere Angebote für Senioren und die Eine-Welt-Arbeit gestalten wir auch gemeinsam mit St. Lioba. Die Grenzen sind dabei in den letzten Jahren sehr durchlässig geworden - ich freue mich, dass vielleicht 10 % unserer Ehrenamtlichen katholische Christen sind.
Familien sollen bei uns an der Thomaskirche auch ihren Platz finden. Aktuell gibt es bei uns vier Mutter-Vater-Kind Gruppen und ich bin dankbar dafür, dass sie immer wieder wichtige Akzente bei uns setzen. In diesem Bereich „leidet“ unsere Gemeinde aber daran, dass wir keine eigene Kindertagesstätte haben. Wir hoffen, dass sich in den nächsten Jahren durch die Erschließung weiterer Baugebiete hier noch einmal eine Möglichkeit eröffnet, die Trägerschaft für eine „KiTa“ zu übernehmen.


Einen wesentlichen Dienst tun in unserer Gemeinde auch diejenigen, die mit großem Einsatz kranke Menschen und Jubilare besuchen. Ab dem 70. Geburtstag wird jedes Gemeindeglied durch unseren Besuchsdienst jährlich besucht. Ich glaube, es gibt nur noch sehr wenige Stadtgemeinden, in denen das so geschehen kann. Kranke und sterbende Menschen werden im Rahmen unserer Möglichkeiten durch eine ehrenamtliche ausgebildete Trauerbegleiterin oder durch mich besucht und begleitet. Die Kirchenmusik hat in den letzten Jahren bei uns einen zunehmend wichtigen Platz eingenommen. Seit ein paar Jahren bietet unser Posaunenchor eine Jungbläserausbildung an, die großen Zuspruch findet - um die Zukunft unseres Posaunenchores ist mir auch deshalb nicht bange, weil ich das Gefühl habe, dass hier der Generationswechsel gelingt.
Ebenso hoffnungsvoll verläuft die Entwicklung unserer Vokalchöre. Aus einem kleinen Chor sind seit 2002 vier Chöre entstanden: Ein Vorschulchor, ein Kinderchor der Jugendchor sowie der Erwachsenenchor beleben unsere Gemeinde ungemein. Der Jugendchor hat inzwischen schon zwei Musicalprojekte absolviert und ist gerade bei der Neukonzeption eines weiteren, diesmal völlig selbst entwickelten Projektes. Der ThomasChor - ein Chor mit Sängern und Sängerinnen zwischen 22 und 58 Jahren - hat vor einigen Wochen auch eine Trommelgruppe gestartet: Das gesungene, geblasene und getrommelte Lob Gottes findet also reichlich Raum unter uns.

Was uns erwartet.
Geleitet wird die Thomasgemeinde durch ihren Kirchenvorstand - ein Gremium von acht gewählten sowie zwei berufenen Gemeindemitgliedern und den in der Gemeinde tätigen Pfarrern oder Pfarrerinnen. Ich bin als geschäftsführender Pfarrer zwar auch Vorsitzender des Kirchenvorstands. Alle wesentlichen Entscheidungen für das Leben an Thomas werden aber in der Mehrheit von Ehrenamtlichen getroffen. Und anders als z.B. in der katholischen Kirche, müssen grundlegende Entscheidungen auch von uns selbst getroffen werden, weil die Kirchenleitung sie nicht für alle Gemeinden treffen darf und kann. So müssen wir im Kirchenvorstand zurzeit prüfen, ob und wie wir die Gebäude unserer Gemeinde in Zukunft erhalten können. Ihre Finanzierung wurde uns nämlich in den letzten Jahren von der Kirchenleitung zu weiten Teilen übertragen. Viele Kirchengemeinden in Bayern mussten deshalb Gebäude verkaufen oder abreißen. Da wir in Thomas aber nur über drei Gebäude verfügen, die alle regelmäßig genutzt werden, ist für uns eine Reduktion nicht möglich.
Seit Jahren schon beschäftigt sich der Kirchenvorstand mit der Frage einer vertieften Zusammenarbeit mit der Stephanusgemeinde. Warum sollen zwei Gemeinden mit denselben Wurzeln und einer gemeinsamen Geschichte ihre Belange nicht gemeinsam regeln können? Vielen Gemeindegliedern allerdings bereitet die Vorstellung, dass unsere Selbständigkeit eingeschränkt oder aufgegeben wird, große Probleme. Von Seiten der Kirchenleitung gibt es für eine solche Entscheidung bisher allenfalls Empfehlungen.

Wie wird es mit uns weitergehen?
Was wird aus der Thomaskirche und der Kirche überhaupt?
Mich bewegt diese Frage allerdings auch. Insbesondere deshalb, weil ich weiß, dass von unseren Entscheidungen heute und in nächster Zeit ganz viel abhängt. Was mir aber am Ende wieder ganz viel Gelassenheit gibt, ist die Gewissheit, dass wir die wesentlichen Dinge ohnehin selbst nicht machen oder entscheiden können. Unsere Thomasgemeinde ist Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi, die aus den Menschen gebaut ist, die ihr Leben Jesus Christus anvertrauen. Diese Kirche aber wird immer Bestand haben, weil sie nicht von unserem Tun abhängt, sondern durch den Geist Gottes getragen wird.

Thomas Braun, Pfarrer (gedruckt 04/2011)  

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Beschlussfassung über das Budget 2018

9. Beschlussfassung über Anträge

10. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 22.07.2018 beim Vorstand eingereicht werden.

Nächsten Sitzungstermine

Mi Okt 31 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Nov 12 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

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