Mittwoch, 14 November 2018

Intranet

Bitte melden Sie sich an, um in das Intranet zu gelangen.

Angemeldet bleiben

       

Finden Sie Ihr Thema

A+ R A-

Bibertbahn – Frankenschnellweg - Möbel Höffner - Güterverkehrstunnel

Unser Bürgerverein hat nicht nur 3 Bürgervereinsgebiete im Norden, Osten und Süden des Nürnberger Stadtgebiets, sondern im Westen zwei Gebietskörperschaften, den Landkreis und die Stadt Fürth als Nachbarn. Hier haben wir uns im letzten Jahr zum möglichen Bau des Stadions

der SpVgg Greuther Fürth zu Wort gemeldet. Wir müssen selbstkritisch zugeben, dass nicht alles gelungen war, was da durch die Presse ging, aber letztendlich wurde das Ziel erreicht. Es gab auch in diesem Fall sehr kritische Kommentare, Briefe und E-Mails an unseren BV. Tenor war: „Was haben Sie eigentlich gegen Fürth, warum mögen Sie die Fürther nicht?“. Nun so ganz unreflektiert gehen wir da nicht vor. Wir haben grundsätzlich keine Antihaltung gegen die Stadt Fürth und ihren Oberbürgermeister oder gegen den Landkreis Fürth. Aber wir nehmen uns selbstverständlich, als unabhängiger Nürnberger Bürgerverein, das Recht heraus, Dinge an der Stadtgrenze, die uns suspekt erscheinen, kritisch zu beleuchten.

Nehmen wir das Beispiel der Endwidmung der Trasse der ehemaligen Bibertbahn. Dies ist ein lang gehegter Wunsch des BV Gebersdorf und unseres Bürgervereins, da die Hügelstraße endlich saniert und die Stufe kurz vor Gebersdorf endlich planiert werden könnte. Die Stadt Nürnberg hat den Antrag auf Endwidmung im Jahr 2012 beim Eisenbahnbundesamt gestellt. Es wurden heuer die verschiedenen Gemeinden, die an der ehemaligen Strecke liegen, nach ihrer Meinung gefragt. So war die Gemeinde Oberasbach für die Endwidmung, die Stadt Zirndorf dagegen. Den Vogel schoss allerdings die Gemeinde Ammerndorf ab, sie sprach sich gegen die Endwidmung auf Nürnberger Gebiet bis Leichendorf aus, obwohl ihr Teil der Trasse seit Jahren endwidmet ist und sie auf dem Grund der ehemaligen Bibertbahn einen Fuss- und Radweg mit 80.000,-- Euro staatlicher Förderung gebaut hat. Hier wurde auf Dauer eine neue Bibertbahn verhindert.

Das zweite Beispiel betrifft die Stadt Fürth. OBM Dr. Jung sprach als Gastredner vor zwei Jahren beim „Abend für Ehrenamtliche“ im Karl-Bröger-Haus. Dabei ist zu bemerken, dass er eine ¾ Stunde zu spät kam, weil er im Stau auf dem Frankenschnellweg stecken geblieben war, mit der U-Bahnlinie 1 wäre er in 25 Minuten vom Rathaus Fürth am Aufsessplatz gewesen. Auch versuchte er sich bei dieser Rede als „Retter des Knoblauchslandes“ zu profilieren, weil er den S-Bahnverschwenk im Fürther Norden, in Richtung Nürnberg, verhindern will. Damit blockiert er seit Jahren die Planungen für den Bau des Güterverkehrstunnels. Wie Herr Dr. Jung das Knoblauchsland rettet, können wir seit ein paar Monaten betrachten. Bei Steinach werden für Möbel Höffner und Teppich Kibek Einhunderttausend Quadratmeter (= 10 ha) landwirtschaftliche Fläche versiegelt.

Dies ist zwar weit weg von unserem Bürgervereinsgebiet, aber betrifft uns dennoch. Denn die Stadt Fürth hat beim Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Frankenschnellweges (FSW), Bedenken wegen der Verkehrs- und Lärmbelastung der Fürther Bürgerinnen und Bürger geltend gemacht. Gleichzeitig wurden aber für die beiden vorgenannten Unternehmen am FSW zwei neue Ein- und Ausfahrten genehmigt und gebaut. Dies hat doch auch das Ziel, Käufer aus Nürnberg anzulocken. Die Zunahme des Verkehrs, zu diesem Einkaufszentrum, belastet die Fürther Anwohner wohl nicht? Da wäre es an der Zeit, dass die Stadt Fürth sich um einen guten Lärmschutz bemüht. Wir im Nürnberger Westen haben eine dritte Fahrspur, zwischen Stadtgrenze Fürth und Jansenbrücke in Kauf genommen, um einen optimalen Lärmschutz zu bekommen. Das Verhalten mancher hauptamtlicher Funktionsträger ist schon irrational. Man sieht nur das eigene Fortkommen und die eigene Wiederwahl. Vernünftige Politik ist etwas anderes. Hier wäre das neu geschaffene „Heimatministerium“ eine große Chance. Es wäre besser ein Ministerium für Regional- und Strukturplanung, das solche Auswüchse einzelner Kommunalpolitiker auch mal stoppen könnte. Natürlich kommen sofort wieder Menschen, die den Föderalismus und die kommunale Selbstverwaltung in Gefahr sehen. Aber es ist eher umgekehrt, wir sind längst eine Föderation von Kleinstaaten als eine Bundesrepublik und die Kirchturmpolitik feiert fröhliche Urstände. Und an dieser egozentrischen Politik scheitern auch Projekte wie „Raum für starke Köpfe“ oder „Metropolregion“, zum Schaden für uns alle im Großraum. Sie sehen, auch solche Gedanken sind der Ausfluss von jahrelanger kontinuierlicher Bürgervereinsarbeit und haben mit Sympathie oder Antipathie gegenüber einem Nachbarn nichts zu tun.

 

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Beschlussfassung über das Budget 2018

9. Beschlussfassung über Anträge

10. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 22.07.2018 beim Vorstand eingereicht werden.

Nächsten Sitzungstermine

Mi Nov 28 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Dez 10 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

Freie Werbefläche