Sonntag, 22 April 2018

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Die derzeitige Sicherheitslage in Europa verunsichert zunehmend auch die Bewohner in Bayern, so dass schnell der Ruf nach mehr Polizei laut wird. Um auch für die Zukunft ein sicheres Leben im Bayern zu gewährleisten, stellt der Freistaat auch kommendes Jahr wieder rund 1100 junge Frauen und Männer für den Polizeidienst ein.

Im Jahr 2006 wurde im Rahmen der Polizeireform die IV. Bereitschaftspolizeiabteilung (BPA) in eine reine Einsatzabteilung umgewandelt. Aufgrund der erhöhten Einstellungszahlen wurde 2011 wieder mit der Ausbildung in Nürnberg begonnen und das 30. Ausbildungsseminar (AS) neu aus dem Boden gestampft. Nach einem ersten erfolgreichen Durchgang stehen mittlerweile wieder 135 Beamte in Ausbildung (BiA) vor ihrer Abschlussprüfung, die im ersten Halbjahr 2016 stattfinden wird. Die Neuaufstellung des nächsten Seminars mit ca. 160 BiA im September 2016 ist schon in Planung.

Als Grund, warum junge Menschen den Polizeiberuf ergreifen wollen, geben Bewerber/-innen insbesondere an, dass sie einen vielfältigen, anspruchsvollen und abwechslungsreichen Beruf möchten. Letztendlich sind aber auch hier die guten Aufstiegsmöglichkeiten und ein sicherer Arbeitsplatz zu nennen.

Um guten Nachwuchs bei der Polizei zu gewährleisten, werden in München und in Nürnberg jährlich circa 6500 Bewerberinnen und Bewerber in einem zwei Tage dauernden Auswahlverfahren getestet. Hierbei werden insbesondere geistige und körperliche Leistungsfähigkeiten sowie Teamfähigkeit geprüft.

Die Prüfungsbesten werden dann in einer 2 ½ Jahre dauernden Ausbildung auf ihre zukünftige Tätigkeit als Polizeibeamte/innen vorbereitet.

Die Ausbildung selbst gliedert sich in fünf Ausbildungsabschnitte. In dieser Zeit werden in ca. 4950 Unterrichtseinheiten, sowohl Theorie in den Fächern wie Strafrecht, Verkehrsrecht, Beamtenrecht, Allgemeines Polizeirecht, Englisch u.a. als auch in praktischen Fähigkeiten im Polizeilichen Einsatztraining, Sport, Schießausbildung, Selbstverteidigung u.a. die Ausbildungsinhalte vermittelt.

In 3 Praktika (1 Woche im ersten Vierteljahr, 1 Monat nach dem ersten Jahr und 3 Monate am Ende des 2 Jahres) können die BiA konkrete Erfahrungen über den Dienstbetrieb bei einer Polizeiinspektion sammeln und auch schon ihre Kenntnisse aus der Ausbildung in die Praxis umsetzen. Dies trägt auch zur Steigerung der Motivation, warum man so viel lernen muss und wozu man das eine oder andere tatsächlich in der Praxis braucht, bei.

In jedem dieser Ausbildungsabschnitte werden Prüfungen in den zahlreichen theoretischen Fächern abgelegt. Daneben müssen bestimmte Qualifikationen in den praktischen Trainingsmodulen nachgewiesen werden um in den nächsten Ausbildungsabschnitt vorzurücken zu können.

Einen sehr hohen Stellenwert nimmt das Kommunikationstraining ein. Hier wird in verschiedenen Stress- und Konfliktsituationen der Umgang mit dem Bürger geübt. Wir wollen unsere BiA zu Kommunikationsprofis ausbilden, denn unser bestes Einsatzmittel ist eine deeskalierende Gesprächsführung, wobei aber die Eigensicherung nicht vernachlässigt werden darf. Ergänzend werden die jungen Kollegen und Kolleginnen auf belastende Situationen und deren Bewältigung vorbereitet und Hilfsmöglichkeiten im Bedarfsfall aufgezeigt. So sind schwere Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten, Erstmaßnahmen an Tatorten, Überbringen schlimmer Nachrichten an Angehörige oder aber auch Gewalt gegen Polizeibeamte Situationen die starke psychische Belastungen auslösen können.

Leider nimmt die Bereitschaft, Gewalt gegenüber Polizeibeamten auszuüben, zu. Deshalb wird im Fach Selbstverteidigung und im Polizeilichen Einsatztraining großer Wert auf das richtige Verhalten im Rahmen der Eigensicherung gelegt.

Am Ende des 5. Ausbildungsabschnittes können die jungen Beamten/innen ihr Können in der Abschlussprüfung beweisen und einen wichtigen Baustein ihrer beruflichen Karriere legen.

In 4 schriftlichen Klausuren wird in jeweils 3 Stunden ihr theoretisches Wissen geprüft. Wer diese Hürde überwunden hat, darf in der mündlichen Englischprüfung seine polizeibezogenen Sprachkenntnisse unter Beweis stellen. Der dritte Teil besteht aus der praktisch-mündlichen Prüfung. In einem sehr realitätsnahen 30minütigen Szenario, das durch schauspielende Kollegen dargestellt wird, muss der Prüfling die richtigen Tatbestände erkennen und die richtigen Maßnahmen ergreifen und anschließend in der 15minütigen Fachkundeprüfung erläutern.

Nach der bestandenen Abschlussprüfung bekommen die jungen Beamten/-innen ihr zweites Sternchen auf die Schultern und stehen für sämtliche polizeilichen Tätigkeiten zur Verfügung. Ein Teil der frisch gebackenen Vollzugsbeamten/-innen wird gleich seinen Dienst auf einer Polizeiinspektion leisten und ein anderer Teil wird zuerst noch bei besonderen Einsatzlagen, wie Fußballspeilen, Demonstrationen etc. in den Einsatzhundertschaften eingesetzt.

In der IV. BPA sind dem Führungsstab weiterhin 3 Einsatzhundertschaften, wovon eine noch mit einer technischen Einsatzeinheit bestückt ist, 1 Hundertschaft Unterstützungskommando sowie die Servicedienste angegliedert.

Diese Polizeikräfte, deren Stärke im Einsatz in geschlossenen Einheiten liegt, sind sowohl bayernweit als auch bundesweit sehr gefragt. Nach dem „Großeinsatz G7“ ging es gleich an der Grenze zu Österreich im Rahmen der „Flüchtlingswelle“ weiter. Selbstverständlich müssen daneben die normalen Einsätze anlässlich von Fußballspielen, Demonstrationen und größeren Festivitäten auch noch betreut werden.

Die zentrale Waffenwerkstatt, zentrale Kfz-Werkstatt, der medizinische Dienst, die Polizeiseelsorge, die Prüfungsstelle für die Einstellungsprüfung für den Bereich Nordbayern, das IT-Testfeld, sowie eine Klasse der FHVR Sulzbach-Rosenberg im Rahmen der Ausbildung für die 3. Qualifikationsebene sind ebenfalls bei der IV. BPA angesiedelt.

Schon lange geplant und sehnsüchtig erwartet entstehen 2 neue Unterkunftsgebäude, die 2017 bezugsfertig werden sollen. Im Erdgeschoss, Keller ist aus statischen Gründen nicht wirtschaftlich, entstehen Stellplätze für 80 – 100 Kfz. In den 2 Gebäudeblöcken darüber entstehen 160 Zimmer in denen dann 320 Kollegen und Kolleginnen modernste Unterkunftszimmer vorfinden werden, die sowohl für Beamte in Ausbildung als auch für die Unterbringung von Einsatzkräften genutzt werden können.

Ich hoffe, Ihnen einen kleinen Einblick ins Geschehen hinter dem Zaun der Kornburger Straße 60 gegeben zu haben und wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Schlackl

Seminarleiter,

  1. Ausbildungsseminar

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 27. Juli 2016, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Nachwahl des Vorstandes - 2. Vorsitzende(r)

9. Beschlussfassung über das Budget 2016

10. Beschlussfassung über Anträge

11. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 25.07.2016 beim Vorstand eingereicht werden.

 

Nächsten Sitzungstermine

Mi Apr 25 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Mai 14 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

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