Samstag, 23 Juni 2018

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Ein kurzer Fußweg führt von der Leyher Straße (gegenüber der kath. St. Andreaskirche) direkt zur Stübacher Straße. Hier liegt, recht versteckt im Haus 51 und 53, die SOS-Jugendwohn- gemeinschaft (JuWoG). Seit 1980 wohnen hier acht Jugendliche (4 Mädchen, 4 Jungs) im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Sie gehen zur Schule, besuchen eine Berufsvorbereitungsmaßnahme oder absolvieren eine Berufsausbildung. Betreut wird die Gruppe von fünf teilzeitbeschäftigten Erzieherinnen und Sozialpädagogen und zwar rund um die Uhr, d.h. es ist auch nachts immer eine Betreuungsperson anwesend.


Wie sieht nun der normale Tagesablauf aus? Wie überall klingelt der Wecker und die Jugendlichen stehen alleine auf, je nach Arbeits- oder Schulbeginn. Selten gibt es ein gemeinsames Frühstück und meist richtet der eine seine Vesperbrote für die Baustelle, während die Mädchen eher noch etwas Zeit im Bad verbringen. In der Regel ist ab 8 Uhr die JuWoG leer und erst ab13 Uhr kommen die ersten Schüler wieder zurück. Nun hat eine Betreuerin Dienst, es gibt eine kleine Mahlzeit und es bleibt Zeit für Hausaufgaben, Freizeitgestaltung oder Freunde besuchen. Ab 16 -17 Uhr wird es lauter, alle kommen mehr oder weniger geschafft nach Hause und freuen sich auf ein herzhaftes gemeinsames Abendessen. Abwechselnd kochen jeden Abend zwei Jugendliche mit einer Betreuerin oder einem Betreuer: von der Planung über den Einkauf über Zubereitung bis zum Abwasch organisiert dieses 3er Team das Abendessen. Danach ist Freizeit, es kommt Besuch oder man geht weg oder schaut in Ruhe einen Film an. Ab 22 Uhr verziehen sich alle in ihre Einzelzimmer und der Tag klingt aus, denn am nächsten Morgen klingelt ja wieder der Wecker. Außer am Wochenende. Hier gibt es mehr Individualität: angefangen vom Aufstehen bis zum Selberkochen. Eigenverantwortung ist angesagt; aber auch die vereinbarten Putzdienste sind zu erledigen, denn es gibt keine Putzfrau oder weitere Unterstützung. Das Ziel soll ja sein, dass die Jugendlichen lernen, neben einer Schul- und Berufsausbildung auch die lebenspraktischen Bereiche wie Kochen, Wäsche waschen, Putzen und handwerkliche Kleinreparaturen selbständig zu erledigen. Damit dies alles gelingt, gibt es wöchentlich einen Gruppenabend und eine Reihe von Einzelgesprächen mit dem jeweiligen Bezugsbetreuer. Mit dieser Vertrauensperson werden die Perspektiven für das weitere Leben besprochen, von ihm erhält der Jugendliche das Taschen- und Kleidergeld und bespricht auch Probleme und Sorgen. Wo waren die Jugendliche vorher? Meist kommen sie aus Pflegefamilien oder der eigenen Familie, sehr selten aus einer anderen Einrichtung oder aus einem SOS Kinderdorf. Unterschiedliche Gründe spielen eine Rolle, dass der Jungendliche nicht mehr zu Hause wohnen kann: häufig ist es die Trennung der Eltern, die Überforderung der alleinerziehenden Mutter z.B. im Umgang mit ihrer pubertierender Tochter, oder ganz normale Schulschwierigkeiten mit den anschließenden Auffälligkeiten. Oder zu Hause ist niemand, der eine kontinuierliche Erziehung leisten kann. Egal wie schwierig die momentane Beziehung zu den leiblichen Eltern sein mag, für das pädagogische Team ist es eminent wichtig, die Zusammenarbeit mit den Eltern zu fördern, denn die Arbeit in der Wohngruppe ist immer familienergänzend und nicht familienersetzend.


In der Regel bleiben die Jugendlichen 2-3 Jahre in der Wohngruppe und wie erfolgreich die Arbeit der letzten Jahre ist, zeigt sich am besten bei den Sommerfesten: hier treffen sich auch noch nach Jahren die Ehemaligen, erzählen von guten alten Zeiten und alle wissen, die JuWoG bleibt Anlaufstation auch dann, wenn man selbst eigene Kinder hat.
Die Wohngruppe ist erreichbar unter der Tel. 32 93 49. Wer mehr über die Arbeit von SOS Kinderdorf e.V. in Nürnberg wissen möchte, schaut unter www.sos-jh-nürnberg.de oder erkundigt sich in der Geschäftsstelle in Nürnberg, Schweinauer Hauptstr. 29, Tel. 92 98 30. (gedruckt: 03/2009) 

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Beschlussfassung über das Budget 2018

9. Beschlussfassung über Anträge

10. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 22.07.2018 beim Vorstand eingereicht werden.

Nächsten Sitzungstermine

Mi Jun 27 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Jul 09 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

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