Samstag, 23 Juni 2018

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Egersheimer Straße

Viele von uns kennen die Ergersheimer Straße, weil sich an der Ecke zur Sigmundstraße der sehr gute Imbissbetrieb der Familie Kerscher befindet.

Ergersheim ist ein kleiner Ort zwischen Bad Windsheim und Uffenheim. Es wird auf rund 13 Hektar Wein angebaut, deshalb ist das Dorf Bestandteil der mittelfränkischen Bocksbeutelstraße.Wir bewegen uns hier in uralter menschlicher Kulturlandschaft. Es sind Funde aus der Jungsteinzeit (ca. 3.000 v. Chr.), Scherben und geschliffene Steine, zu Tage gefördert worden. Aus der Bronzezeit (ca. 1.800 v. Chr.) bescheinigen Grabhügelfunde und andere Belege die frühe Besiedlung (gefunden beim Gipsabbau durch die Firma Knauf zwischen Neuherberg und Ermetzhofen). Es sind Zeugnisse der Kelten und germanischer Stämme, vor allem Burgunder und Alemannen vorhanden. Sie können davon einiges bei einem Besuch im Gollachgau-Museum in Uffenheim besichtigen.In der Geschichte wird Ergersheim zum ersten Mal in einer Urkunde des Klosters Fulda, die im Ostfranken-Cartular des Abtes Baugulf abgelegt ist, erwähnt. Sie trägt kein Datum, deshalb hat man auf Grund der Reihefolge der Urkunden, die in den Zeitraum von 780 – 802 gehören, die Urkunde auf das Jahr 800 datiert. Im Jahr 800 wurde Karl der Große zum Kaiser gekrönt. Zur Jahrtausendwende (2.000), als Nürnberg seine 950-Jahrfeier abhielt, konnte Ergersheim auf 1.200 Jahre Geschichte zurückblicken. Die Historie von Ergersheim spiegelt sich in den Häusern, den zwei Kirchen, und vor allem im Wappen des Ortes wider.Es existieren auch viele Schenkungsurkunden an verschiedene Kirchen bzw. Klöster -z.B. 1103 - Güterschenkung in Ostfranken an das Kloster Hirsau; unter den erwähnten Orten, aus denen Güter geschenkt wurden: Argirsheim = Ergersheim. Die Beschreibung und der Inhalt des Wappens lauten:Geviert von Silber und Schwarz; in 1 ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz, belegt mit einem silbernen Lilienkreuz mit goldenen Lilien, in 4 ein achtspitziges rotes Kreuz. Die „Hohenzollernvierung“ von Silber und Schwarz verweist darauf, dass im Gemeindegebiet früher die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach die Landeshoheit ausübten. Unter den Grundbesitzern ragten besonders der Deutsche Orden und der Johanniterorden hervor. Das Wappen des Deutschen Ordens, das auch an den Pfarrhäusern in Ergersheim und Ermetzhofen zu finden ist, zeigt sich im ersten, das des Johanniterordens im vierten Feld.Ergersheim war nur in der fränkischen Anfangszeit ein freies Dorf und kam später unter die Territorialherrschaft der Hohenzollern, wie eine Urkunde von 1394 bezeugt: „Burggraf Fridrich zu Naremberg nimmt die gemeinschafft des Dorfes Ergersheim in seinen Schutz, der jedes Jahr von beiden Parteien gekündigt werden kann. Ergersheim zahlt dafür jährlich an Martini 30 Malter Hafer“.Die Hohenzollern waren Burggrafen von Nürnberg, bis sie von den Bürgern Nürnbergs aus der Stadt gedrängt wurden. Sie waren gleichzeitig Markgrafen von Ansbach und Bayreuth. Hohenzollern wurden auch Markgrafen von Brandenburg und Könige von Preußen- anm. d. Red.Es gibt einige dieser Schutzbriefe und auch Gehorsamserklärungen der Ergersheimer. Aber in der Geschichte war immer wieder von gespannten Verhältnissen zwischen der Herrschaft und ihren Untertanen zu lesen. So tauschten die örtlichen Bauern beim großen Aufstand im Jahr 1525 Messgeräte und Glocken in Nürnberg gegen Waffen und zogen mit Gleichgesinnten gegen das markgräfliche Kitzingen und die Bischofsstadt Würzburg. Um 1730 versuchten sie gar freies Reichsdorf zu werden, um die Herrschaft aus Ansbach loszuwerden und strengten einen Prozess vor dem Reichshofrat in Wien an. Der Prozess wurde allerdings nie entschieden.Bemerkenswert sind die beiden Kirchen des Ortes. Sie wurden beide vom Deutschen Orden errichtet. Die Kapelle Sankt Stephan ist ein, das Ortsbild prägender spätgotischer Bau aus der Zeit um 1400, der eigentlich immer vernachlässigt wurde und keine Innenausstattung besitzt. Es wurde mit einer Sanierung des Gebäudes begonnen.Die große Kirche Sankt Ursula ist die Mutterpfarrei der Orte Ermetzhofen und Neuherberg, die heute zur Gemeinde Ergersheim gehören. St. Ursula wurde 1288 erstmals urkundlich erwähnt. Das Patronat hatte die Deutschordenskommende zu Virnsberg. Die Kirche besitzt einen beachtenswerten Flügelaltar vom so genannten Meister des Martha-Altars zu Nürnberg von 1515. Man vermutet, dass dieser Meister zum Kreis von Michael Wohlgemut (Lehrer Albrecht Dürers) gehörte und von Veit Stoß beeinflusst war. Der Deutsche Orden besaß auch einige Güter im Ort, zwei stattliche Gebäude sind noch vorhanden. Der Johanniterorden hatte Grundbesitz und Güter in Ergersheim, die von der Ordenskomturei in Rothenburg ob der Tauber verwaltet wurden.In den letzten Jahrzehnten siedelten sich zwei große Unternehmen in der Gemeinde an. Die Gipsfabrik der Firma Knauf in Neuherberg und einer der größten Hersteller für Autospiegel, die Firma Mekra-Lang aus Fürth. Wie sie auf dem Photo ersehen können, schirmt das Gebäude das Dorf gegen die Staatsstraße ab. Es beinhaltet Spiegelproduktion, einen Teil der Verwaltung und das Entwicklungszentrum von Mekra-Lang. Gerade bei dieser Baumaßnahme schließt sich der geschichtliche Kreis wieder.Die Regierung von Mittelfranken in Ansbach wollte den Bau wegen Gefährdung der dörflichen Struktur verbieten, aber hat dann nachgegeben. Die selbstbewussten Ergersheimer hatten sich durchgesetzt.Wie Sie sehen, haben auch kleine Orte viel zu bieten. Ein Besuch in Ergersheim lohnt sich!Wir bedanken uns recht herzlich bei der Gemeinde Ergersheim und Bürgermeister Gerhard Wunderlich für das zur Verfügung gestellte, umfangreiche Material.

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Beschlussfassung über das Budget 2018

9. Beschlussfassung über Anträge

10. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 22.07.2018 beim Vorstand eingereicht werden.

Nächsten Sitzungstermine

Mi Jun 27 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Jul 09 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

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