Freitag, 17 August 2018

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Wittekindstraße

Das Siedlungsgebiet der Sachsen lag südlich von Hamburg und Bremen zwischen Elbe und Ems, war also im heutigen Niedersachsen. Nördlich, im heutigen Schleswig-Holstein und Jütland siedelten die mit ihnen verwandten Angeln und Jüten. Schon im 5. Jahrhundert besiedelten diese Volksstämme Teile der britischen Insel. Wir bezeichnen die Einwohner Englands heute noch als „Angelsachsen“. Der Name Sachsen ist vermutlich eine Kurzform von ahd sahsnotas d.h. Schwertgenosse. Zum Stammesverbund der Sachsen gehörten ebenfalls die Westfalen, Ostfalen, Engern und Nordalbinger. Diese Stämme waren im Laufe der Jahrhunderte immer wieder in die Nachbargebiete, vor allem in die fränkischen Gebiete im Westen und Südwesten eingefallen und hatten schwere Verwüstungen angerichtet. Im Jahr 772 fielen die Franken in Sachsen ein und eroberten die Eresburg. Der wichtigste Kultort der Sachsen, die Irminsul -wahrscheinlich eine große Holzsäule mit neun Ästen oder eine Eiche, die die Verbindung zwischen Himmel und Erde symbolisierte- wurde zerstört. Der Sachsenherzog Widukind war an diesen Kriegen, die bis 804 dauerten, von Anfang an beteiligt. Die Franken hatten in diesen Kriegen eine überlegene Streitmacht und brachten ihre neue Religion mit, das Christentum. Der Frankenkönig, der als Karl der Große in die Geschichte einging, wollte das Land nicht nur erobern, er missionierte die eroberten Gebiete und wollte die Einwohner zum Christentum bekehren. Im Jahre 777 schien alles entschieden zu sein. König Karl hielt einen allgemeinen Reichstag in Paderborn ab, an dem fränkische und sächsische Adlige gleichermaßen teilnahmen. Die Integration der Sachsen in das fränkische Reich schien kurz vor der Vollendung. Doch es kam anders, Widukind erschien nicht auf dem Reichstag und floh stattdessen zum dänischen König. 778 wurde er wieder in den fränkischen Reichsannalen erwähnt. Er nutzte die Abwesenheit Karls aus, kehrte aus dem dänischen Exil zurück und rief zum Aufstand. Alle sächsischen Stämme scharten sich hinter ihm.

Christliche Kirchen und Klöster wurden geplündert und zerstört, ein fränkisches Aufgebot wurde 782 am Süntel geschlagen. Karl kam von einem misslungenen Feldzug aus Spanien mit einem Entsatzheer nach Sachsen. Nun geschah etwas seltsames: Statt sich den Franken entgegen zu stellen lieferten die sächsischen Adligen den Franken ihre Bauernkrieger aus, die Widukind gefolgt waren. Beim Blutbad von Verden wurde 4.500 Sachsen enthauptet. Die Handlungsweise der sächsischen Adligen war einleuchtend. Aus wahrscheinlich persönlichem Machtstreben hatten sich die Führer der Sachsen auf die Seite der Franken geschlagen. Aus freien Bauern wurden unfreie, ihrem Herrn untertan und abgabenpflichtig. Zudem würde sich kein Führer mehr dem Beschluss eines Things unterwerfen müssen, jener germanischen Sitte des Rates der freien Männer. Widukind entging dem Blutbad indem er sich wieder nach Norden absetzte. Der Guerillakrieg gegen die Franken und die eigenen Adligen wurde fortgesetzt. In den Jahren 783 und 784 wurden aber bedeutende Feldschlachten gegen die Franken verloren. Widukind wurde kreuz und quer durch das Land gehetzt. Aber König Karl brauchte Frieden im Sachsenland. So lässt er nach Widukind schicken, es werden Verhandlungen aufgenommen, die damit endeten, dass sich Widukind und seine Gefährten 785 in Attigny taufen ließen und reich beschenkt nach Hause gingen. Widukind erreichte mit seiner Taufe einen Friedensvertrag mit Karl dem Großen und eine Stärkung der sächsischen Oberschicht. Sächsische Edelinge wurden nach ihrer Taufe in die fränkische Grafschaftsverfassung einbezogen und Geschichtsschreiber berichteten für das 9. Jahrhundert vom Zusammenwachsen der beiden Völker. Danach gibt es keine gesicherten Nachrichten mehr über Widukind, er verschwindet aus den Quellen. Man kann aus seiner Grabplatte in der Stiftskirche von Enger ersehen, dass er die Taufe mehr als politischen Akt gesehen hat. Er ließ sich nach germanischer Sitte begraben.

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Beschlussfassung über das Budget 2018

9. Beschlussfassung über Anträge

10. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 22.07.2018 beim Vorstand eingereicht werden.

Nächsten Sitzungstermine

Mi Aug 29 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Sep 10 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

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