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Burgfarrnbacher Straße

Burgfarrnbacher Straße

Dieses Mal nimmt die Redaktion der WestInfo die Burgfarrnbacher Straße ins Visier, benannt nach dem gleichnamigen Ort, der im Fürther Westen an der Grenze zum Landkreis Fürth liegt, und mit einer kleinen Attraktion aufwartet.
Doch zunächst kurz zur Geschichte von Burgfarrnbach: Die ersten urkundlichen Erwähnungen Fürths und Nürnbergs finden sich in den Jahren 907 (oder 1007) bzw. 1050, Burgfarrnbach hingegen wurde bereits 903 erstmals erwähnt. Allerdings herrscht hier bis heute noch Unklarheit, denn in der Schenkungsurkunde, die König Ludwig IV an den Bischof Erchanbald von Eichstätt übergab, ist zunächst nur von einem Ort mit dem Namen Varenbach die Rede. Ob es sich damals tatsächlich um Burgfarrnbach, oder vielleicht doch Unterfarrnbach oder Kirchfarrnbach handelte, konnte bislang nicht geklärt werden. Daher wird heute auch auf das Jahr 1287 verwiesen, denn auf diese Zeit kann eine gesicherte urkundliche Erwähnung Burgfarrnbachs zurückgeführt werden. Die Reformation fand Einzug um das Jahr 1527. Seit dem 3. Dezember 1923 ist „Burgfarrnbach“ ein Ortsteil der Stadt Fürth.

Das Markenzeichen Burgfarrnbachs: Die Schlossanlage

Besondere Aufmerksamkeit in der Geschichte Burgfarrnbachs verdient das Schloss. Dazu begeben wir uns zurück ins 17. Jahrhundert, als Karl Franz Pückler von Groditz, aus einem alten schlesischen Geschlecht stammend, Anna Cordula, Freiin von Kresser heiratete. Damals befand sich im westlichen Teil des heutigen Schlossparks, nahe dem Farrnbachufer, noch ein Wasserschloss, das 1658 erbaut und auch in Erbstreitigkeiten um den Burgfarrnbacher Besitz eingeschlossen wurde.
Graf Christian, der zweite fränkische Pückler, ließ 1734 den barocken Marstall, die Toreinfahrt an der Würzburger Straße und das sogenannte Schneiderhäuschen, der barocke Gartenpavillon östlich des heutigen Schlosses, anbringen. Allerdings wurde das Schloss schon bald baufällig. So errichteten die Grafen Pückler-Limpurg rund hundert Jahre später schließlich eine neue, glanzvolle Schlossanlage. Dazu wurde das alte Schloss, dessen Renovierung unrentabel war, vollständig abgetragen. Stattdessen ließ der königlich bayerischen Bauinspektor Leonhard Schmidtner zwischen 1830 und 1834 in einiger Entfernung zum Farrnbach das heutige Schloss errichtet. Es hat eine eindrucksvolle Länge von 70 Metern und ist mit seinen über 80 Räumen ein überregional bedeutendes Baudenkmal und darüber hinaus die größte klassizistische Schlossanlage in Süddeutschland.

Schloss Burgfarrnbach als Veranstaltungszentrum

Das Schloss hatte eine wechselvolle Geschichte. So diente es z.B. in der Nachkriegszeit als Flüchtlingslager und Übergangsheim. Schließlich kaufte die Stadt Fürth das Schloss und die dazu gehörigen Ländereien und ließ es in den 1980er Jahren sanieren. Es beherbergt seitdem das Stadtarchiv mit einer wissenschaftlichen Bibliothek, die 35.000 Bände umfasst, deren Bestände bis ins Jahr 1485 zurückreichen. Das Stadtarchiv bewahrt außerdem städtische Unterlagen und Urkunden, die bis ins Jahr 1258 zurückgehen. Der reiche Archivbestand hat einen Umfang von etwa fünf Kilometern und schließt auch Nachlässe bedeutender Firmen und Persönlichkeiten ein. In den städtischen Sammlungen sind Gemälde, Karten, Pläne, Fotos und zeitgeschichtliches Material untergebracht. Zu den wertvollsten Schätzen des Hauses zählen Gemälde und Grafiken von Albrecht Dürer und Giovanni Battista Tiepolo.
Der prunkvolle Festsaal mit seinen Nebenräumen und der Schlosspark dienen heutzutage als Veranstaltungsort, z.B. werden Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder Musikveranstaltungen dort abgehalten. Außerdem findet im Schloss und im Schlosspark jedes Jahr das Bürgerfest des Stadtteils Burgfarrnbach statt. Und seit 2003 finden im Schlossinnenhof, sowie in der Ostremise, die vom Bürgerverein Burgfarrnbach organisierten Sommernachtsspiele statt. Damit ist das Schloss Burgfarrnbach nicht nur ein reizvolles historisches Baudenkmal und eine touristische Attraktion, sondern auch eine kulturelle Anlaufstelle der Stadt Fürth.

Das Wahrzeichen Burgfarrnbachs: die Kirche und ihr markanter Turm

Die Kirche, bzw. ihr Vorgängerbau, wurde erstmals 1287 erwähnt. Als eigenständige Kirchengemeinde ist St. Johannis seit dem 9. Mai 1349 verzeichnet. Dies wurde auf Initiative und Betreiben des Ritters Rapoto von Külsheim möglich, dessen Grabplatte sowie die Grabdenkmale anderer Stifter, man noch heute in der Kirche sehen kann. Im Jahr 1380 wurde eine Umfassungsmauer gebaut. Die Kirche war seit dieser Zeit auch eine Wehrkirche. Allerdings bot eine solche Wehranlage wenig Schutz. So wurde die Kirchenanlage 1449 und während des Markgrafenkrieges 1474 – 79 schwer beschädigt und ist abgebrannt. Der Wiederaufbau wurde mit großer Ähnlichkeit an den ursprünglichen Bau realisiert. Einer Stiftung verdankt die Kirche den Ausbau des Turmes mit seinen markanten Scharwachttürmchen und dem beeindruckenden Dach. Im Glockenturm befinden sich vier Glocken, die zwischen 1450 und 1954 angebracht wurden. In den einstigen Wehrtürmchen nisten seit Jahren Turmfalken, einmal wurde sogar ein Brutpärchen von Wanderfalken beobachtet. An der Südseite befindet sich eine Ölbergszene aus Stein.
Im dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche stark verwüstet und zwischen 1688 und 1738 Schritt für Schritt wieder aufgebaut. Der Innenraum wurde dabei sehr stark im Barockstil um-gestaltet, wie es in vielen gotischen Kirchen in Franken geschehen ist. Altar, Kanzel, die beiden Emporen und die Orgel stammen aus dieser Zeit. Das Aussehen hat sich weitgehend bis in die heutige Zeit erhalten. Quellen: www.burgfarrnbach.net http://de.wikipedia.org/wiki/Burgfarrnbach und www.fuerthwiki.de/index.php/Kirche_St._Johannis

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Beschlussfassung über das Budget 2018

9. Beschlussfassung über Anträge

10. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 22.07.2018 beim Vorstand eingereicht werden.

Nächsten Sitzungstermine

Mi Jun 27 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Jul 09 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

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