Freitag, 17 August 2018

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Torstensonstraße

Die Torstensonstraße ist eine kleine Straße im südwestlichen Teil unseres Bürgervereinsgebietes. Ihren Namen verdankt sie dem schwedischen Feldherrn Lennart Torstensson (Anmerkung d. Redaktion: auch Torstenson, mit einem „s“), der später auch Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland war. Bekannt wurde Torstensson unter anderem dadurch, dass er entscheidende Siege im Dreißigjährigen Krieg und im Krieg Schwedens gegen Dänemark (1643–45) erzielte.

Rascher Aufstieg im Militär

Lennart Torstensson, der sich selbst Linnardt Torstenson schrieb, wird am 17. August 1603 als Sohn des Torsten Lennartsson geboren. Sein Vater ist Kommandant der Festung Älvsborg, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte Schwedens spielt. Allerdings übernimmt die Großmutter den Hauptteil der Erziehungsarbeit, da sein Vater gezwungen wird, ins Exil zu gehen, als Torstensson noch recht jung ist. Darüber hinaus kümmert sich der Onkel väterlicherseits um Torstensson, indem er ihm die Schulbildung finanziert. Torstensson ist – so heißt es – ein intelligenter und gehorsamer junger Mann, was dazu führt, dass der Adel aufmerksam auf ihn wird. Dadurch wird er bereits im Jahre 1618 im Alter von 15 Jahren Page König Gustav II. Adolfs von Schweden. Es ist auch das Jahr in dem der Dreißigjährige Krieg ausbricht. Schon wenige Jahre später ist er aktiv am Kriegsgeschehen beteiligt. Zunächst begleitet er den Schwedischen König in den frühen 1620er Jahren auf diplomatischen Reisen. 1628 wird er zum Oberstleutnant ernannt und übernimmt ein Jahr später das Kommando über die schwedische Artillerie. Während der darauffolgenden Jahre gelingen ihm zahlreiche entscheidende Siege, unter anderem bei Breitenfeld und Lech, was dazu führt, dass er 1632 zum General aufsteigt. Eine interessante Verbindung zur fränkischen Region: Im selben Jahr gerät Torstensson bei der Alten Veste in Gefangenschaft und wird dann rund ein Jahr in Ingolstadt inhaftiert. Zwar ist die Haft relativ kurz, aber die Bedingungen so schlecht, dass er fortan an Rheuma erkrankt. Durch einen Gefangenenaustausch kommt Torstensson schließlich frei.

Kurze Zeit später ist er wieder ins Kriegsgeschehen involviert und leistet unter dem berühmten schwedischen Feldmarschall Banér in der Schlacht bei Wittstock (1636), während der Verteidigung Pommerns 1637-38, sowie in der Schlacht bei Chemnitz (1639) und dem Einfall in Böhmen 1639 bedeutende Dienste. Sein Gesundheitszustand zwingt ihn allerdings 1641 zur Rückkehr nach Schweden, wo er zum Reichsrat, einer der damals wichtigsten Institutionen Schwedens, ernannt wird. Doch nur wenig später wird er gezwungen, wieder ins Kriegsgeschehen einzugreifen.

Große Erfolge als Feldmarschall

Nach dem Tod Banérs im Mai 1641 kehrt Torstensson nach Deutschland zurück und wird zusätzlich Feldmarschall der schwedischen Truppen und Generalgouverneur Schwedisch-Pommerns. In dieser Phase kommen seine größten militärischen Erfolge. So marschiert Torstensson ab 1642 durch Brandenburg und Schlesien nach Mähren und erobert auf dem Weg alle wichtigen Festungen. Nur wenig später fällt er in Dänemark ein und gewinnt dort wichtige Schlachten. 1644 führt er die schwedische Armee zum dritten Mal nach Deutschland und besiegt die Kaiserlichen Truppen bei Jüterbog, Anfang November 1644 bricht er mit seiner Armee in Böhmen ein und schlägt die verbündeten kaiserlichen und bayrischen Truppen vernichtend. Eine Reihe weiterer Siege führt ihn bis vor Wien, wo er schließlich eine Niederlage gegen die Truppen des Erzherzogs Leopold Wilhelms einstecken muss. Torstensson, mittlerweile schwer gezeichnet durch die Gicht, wird gezwungen, sein Kommando niederzulegen und nach Schweden zurückzukehren. Dennoch gelingt ihm vorher noch ein geschicktes diplomatisches Manöver: Er verhandelt vorher noch den Waffenstillstand von Kötzschenbroda, mit dem die Sachsen aus dem Dreißigjährigen Krieg ausscheiden.

Im Jahr 1647 wird Torstenson schließlich zum Grafen erhoben und verwaltet bis 1651 als Generalgouverneur die westlichen Provinzen Schwedens. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich jedoch dramatisch, bis Torstenson schließlich am 17. April 1651 in Stockholm stirbt.

Bedeutender Militärstratege

In und rund um Stockholm werden zu Torstensons Ehren den ganzen Tag Kanonen abgefeuert. Torstenson wird schließlich feierlich in der Riddarholmskyrkan, dem schwedischen Pantheon, beigesetzt.

Auch aus heutiger Sicht wird Torstenssons Kriegsführung als sehr erfolgreich eingestuft, obwohl er selbst damals wegen seiner Gicht häufig nicht einmal in der Lage war, ein Pferd zu besteigen und Schlachten von einer Trage aus leiten musste. Er gilt unter anderem als einer der erfolgreichsten Pioniere der schwedischen Armee. •

 

Quellen:

http://biography.yourdictionary.com/lennart-torstensson

http://de.wikipedia.org/wiki/Lennart_Torstensson

http://madmonarchist.blogspot.de/2013/08/soldier-of-monarchy-field-marshal.html

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Beschlussfassung über das Budget 2018

9. Beschlussfassung über Anträge

10. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 22.07.2018 beim Vorstand eingereicht werden.

Nächsten Sitzungstermine

Mi Aug 29 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Sep 10 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

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