Mittwoch, 26 September 2018

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Es gibt im Tiefen Feld noch viele Unwägbarkeiten und Bestrebungen. Zum einen der Wunsch, das gesamte Tiefe Feld als Freifläche für die Landwirtschaft zu erhalten. Das ist nach dem Stand der Planungen von Stadt Nürnberg und Deutscher Bahn AG eher unwahrscheinlich. Zum anderen gibt es aber auch Absichten, die Fläche in größerem Umfang und dichter zu bebauen. Diese werden jedoch sehr verhalten geäußert. Deshalb war die Nachricht, dass der Güterverkehrstunnel in der Rangliste im Bundesverkehrswegeplan „nach hinten gerutscht“ ist, eher irritierend. Wir sehen die Sache real: Die Planung wird nicht aufgegeben. Aber die Bahn hat offenbar nicht die Geldmittel für zwei Tunnels. Der Güterverkehrstunnel wird mittelfristig zu Gunsten der zweiten Stammstrecke in München, wo ein zweiter Eisenbahntunnel unter der Stadt gebaut werden soll, verschoben. Es gab bei der Deutschen Bahn Pläne, wie in Stuttgart, die Kopfbahnhöfe mit Untertunnelung zu Durchgangsbahnhöfen umzubauen. Diese Planungen betrafen Leipzig, Frankfurt, München und Stuttgart. Über den Sinn und Unsinn von Stuttgart 21 gibt es viele Meinungen.

Wir haben im Rahmen der Bürgerbeteiligung eine Stellungnahme an das Verkehrsministerium in Berlin eingereicht:

Bundesverkehrswegeplan 2030

Projekt L09 nicht Bezugsfall Güterzugtunnel Fürth

Der Güterzugtunnel zwischen Nürnberg-Kleinreuth bei Schweinau und Fürth-Steinach, ist wieder „vollständig im Bezugsfall“ aufzunehmen.

Die Güterverkehrsstrecke zwischen dem Knoten „Hohe Marter“ und der Stadtgrenze Fürth liegt vollständig in unserem Bürgervereinsgebiet.

Begründungen:                      

Verkehrliche Situation

Der Güterverkehr auf der ehemaligen Ringbahn in Nürnberg (Güterverkehrsstrecke zwischen Nürnberg-Rangierbahnhof und Fürth-Hauptbahnhof) ist einer hohen Belastung ausgesetzt. Nürnberg ist mit dem Rangierbahnhof und dem Binnenhafen ein Verkehrsknoten für den Güterverkehr in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei bildet die Durchfahrt des Fürther Hauptbahnhofes ein Nadelöhr, das eine weitere Erhöhung der Zugfrequenz nicht zulässt.

Will man den ökologischen Ansatz weiter verfolgen, mehr Güter von der Straße auf die Eisenbahn zu bringen, ist hier bald eine Höchstgrenze erreicht. Deshalb hat die Deutsche Bahn AG geplant, ein altes, bisher nicht mehr genutztes Verbindungsgleis zwischen dem Rangierbahnhof Nürnberg, am Stadtteil Werderau vorbei, über den Frankenschnellweg „An den Rampen“ zu sanieren, zwei Brückenbauwerke neu zu bauen und mit der Hauptstrecke des Personenverkehrs Nürnberg-Hbf und Fürth-Hbf zu verbinden. Damit kann Güterverkehr auch auf den Gleisen des Personenverkehrs gefahren werden. Doch dies wird nicht ausreichen. Deshalb ist es dringend notwendig, den Bau des Güterverkehrstunnels weiter voran zu treiben und baldmöglichst zu bauen. Eine Zurückstufung des Güterverkehrstunnels in der Priorität ist ökologisch und ökonomisch kontraproduktiv.

 

Stadtplanerische Situation

An der Westseite der Güterverkehrsstrecke zwischen Großreuth bei Schweinau und Kleinreuth bei Schweinau liegt die landwirtschaftlich genutzte Fläche des „Tiefen Feldes“. Zurzeit wird hier eine Planung von der Stadt Nürnberg verfolgt, die auf einem Architekturwettbewerb „EUROPAN 10“ beruht. Es soll hier im nördlichen Bereich Wohnbau und leichtes Gewerbe entstehen. Weiterhin ist der Lückenschluss der Rothenburger Straße südlich von Kleinreuth bei Schweinau geplant. Auch die Trasse der U-Bahnlinie 3 nach Gebersdorf ist bereits festgelegt, die Planung der Strecke und der U-Bahnhöfe weitgehend abgeschlossen.

Da die Planung der Bahn AG vorsieht, auf der Ost- und Westseite der Güterverkehrsstrecke, Lärmschutzwälle und Flächenmodellierungen mit dem Abraum aus dem zu bauenden Güterverkehrstunnel aufzuschütten, wird die Planung der Stadt Nürnberg hier massiv behindert, wenn nicht in einiger Zeit feststeht, wann und wie die Güterverkehrsstrecke mit dem Tunneleingang gebaut wird. Denn die Bebauung des Tiefen Feldes erstreckt sich auf 30 Hektar. Allerdings bleiben 37 Hektar für landwirtschaftliche und Freiflächen erhalten. Diese Freiflächen dienen als Frischluftschneise für die Stadt Nürnberg. Durch Verhinderung dieser Maßnahmen wäre eine Gefahr für diese ökologischen Flächen gegeben, da der Siedlungsdruck der Stadt Nürnberg wächst und sie wenige Ressourcen für den Wohnungsbau besitzt.

Unsere Befürchtung ist, hier könnten in der Zukunft mehr Freiflächen geopfert werden. Auch die Lärmschutzwand rund um das ehemalige Dorf Großreuth bei Schweinau würde nicht entstehen.

Bürgerverein Nürnberger Westen e.V.

Kommentar unseres Bürgervereins:

Wie es mit dem Güterverkehrstunnel weiter geht, bleibt für uns alle spannend. Wenn wir neue Informationen haben, veröffentlichen wir diese wie gewohnt hier in unserer WestInfo.

Terminvorschau

Jahreshauptversammlung      

Mittwoch, 25. Juli 2018, 19:00 Uhr

 

Sportheim SG Nürnberg/Fürth

Regelsbacher Straße 56, 90431 Nürnberg

 

     
 

Tagesordnung 

1. Begrüßung

2. Bericht des 1. Vorsitzenden und Erklärung

3. Bericht des Kassenverwalters

4. Bericht der Kassenrevision

5. Aussprache zu Top 2 bis 4

6. Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters

7. Wahl eines Wahlvorstandes

8. Beschlussfassung über das Budget 2018

9. Beschlussfassung über Anträge

10. Verschiedenes

 

Anträge zur Jahreshauptversammlung können bis zum 22.07.2018 beim Vorstand eingereicht werden.

Nächsten Sitzungstermine

Mi Sep 26 @19:30 - 09:00PM
Arbeitsgruppe Medien
Mo Okt 08 @20:00 - 10:00PM
Vorstandssitzung

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