Rückblick: Bürgerverein Nürnberger Westen Jahreshauptversammlung am 16.10.2019

Das Vorprogramm bestritten die beiden Polizeibeamten KHK Carl und PHM Dachwald. Dazu siehe gesonderter Artikel.

Der Vorsitzende Jürgen Eckert ging in seinem Bericht unter anderem auf folgende Themen ein:

In unserem Vereinsgebiet entstehen in letzter Zeit ständig neue Wohngebiete.

Geplant und in naher Zukunft absehbar werden große große Grundstücke von Gewerbegebieten in Wohngebiete umgewandelt.

Ganz konkret geplant wird derzeit „Der Tann“ auf dem Gelände der bisherigen Firma Siemens links und rechts der Von der Tann Straße. Neben Wohnbebauung wird dort auch ein Mischgebiet entstehen.   

Das seit Jahren freigeräumte Grundstück der vormaligen Firma Reum und Kartonax an der Leyher Straße ist bereits als Mischgebiet und Wohnanlage im Bebauungsplan vorgesehen. Im Verzug ist das Vorhaben lediglich wegen eines zivilrechtlichen Prozesses, dürfte aber kurzfristig realisiert werden.

Neben dem bereits im Entstehen begriffenen Bauprojekt in der Rauhäckerstraße (frühere Fischküche Graf Gelände) sind offenbar auch Bestrebungen im Gang, das angrenzende – mehrere tausend Quadratmeter große Gelände zu entwickeln.

Die Gaststätte Weinländer ist verkauft. Auch dort, insbesondere Bereich der Metzgerei und der Nebengebäude wird Wohnungsbau erwartet. Die Gaststätte selbst steht unter Denkmalschutz.

Das ehemalige Gasthaus Krone in der Alten Wallensteinstraße wird gerade für Wohnungen umgebaut.

Die in unmittelbarer Nähe liegende bisherige griechische Gaststätte soll ebenfalls in Wohnungen umgewandelt werden.

Auf dem Gelände an der Züricher Straße, im Bereich des neuen U Bahnhofes entstehen gerade 40 Wohneinheiten, laut Bautafel ohne Tiefgarage.

Die Bebauung des Tiefen Feldes, planungsrechtlich ist ja schon alles erledigt wird ebenfalls relativ kurzfristig erfolgen.

Das heißt, es werden deutlich mehr Menschen im Vereinsgebiet wohnen.

Die Schulen, Kinderhorte und Kindergärten sind bereits an den Kapazitätsgrenzen. Jugendeinrichtungen fehlen teilweise gänzlich.

Im Tillypark wird eine Mehrzweckhalle für Sport- und andere Veranstaltungen entstehen. Der Bürgerverein ist mit dem Sportbürgermeister und dem Bauträger und Anwohnern im Gespräch, um die absehbare Mehrbelastung (Zufahrt, Zugang zur Halle? Parkmöglichkeiten? Evtl. Parkhaus?  große Menschenmengen die nach Veranstaltungen im Wohngebiet unterwegs sind, Lärm durch Veranstaltungen)

Der Verkehr nimmt ständig zu, nicht zuletzt wegen der nicht ausgebauten Höfener Spange und dem Ein- und Auspendelverkehr der Neusiedlungen im Bereich Zirndorf und Oberasbach.

Durch die Neubaugebiete im Vereinsgebiet wird der Verkehr ebenfalls steigen.

Der mittelfristig absehbare Ausbau der Frankenschnellweges wird das Vereinsgebiet zusätzlich mit Umleitungsverkehr belasten.

Durch die Schaffung von zu begrüßenden Radschnellwegen werden teilweise (z.B. in der Rothenburger Straße ab Wallensteinstraße stadtauswärts) bisher zweispurige Ringstraße auf eine Spur verengt.

Der öffentliche Nahverkehr ist schon jetzt während der Stoßzeiten im Berufs- und Schulverkehr an den Grenzen.

Es ist dringend erforderlich, dass die strukturelle Entwicklung damit Schritt hält.

Wir hoffen, dass durch die weitere, schon bisher gute, Zusammenarbeit mit den städtischen Dienststellen und Entscheidungsträgern Lösungen gefunden werden können, damit das Leben im Nürnberger Westen lebenswert bleibt.

Als Vorausschau wies Jürgen Eckert auf das anstehende 25 Jubiläum des Vereins. hin. Geplant ist ein Empfang für alle Mitglieder voraussichtlich im Frühjahr 2020.

Jürgen Eckert machte auch deutlich, dass die Vorstandschaft auf die Informationen der Mitglieder über mögliche Probleme oder Fehlentwicklungen angewiesen ist.

Eine interessante Möglichkeit wäre die Aufgabe als Sprengelvertreter zu übernehmen, der vor Ort direkt ansprechbar ist. Eine Auflistung der Sprengel ist dem Bericht angefügt.

Der Vorsitzende appellierte an die Teilnehmer ihr Wahlrecht bei der Kommunalwahl nächstes Jahr unbedingt wahrzunehmen und Stadtratskandidaten, die im Vereinsgebiet wohnen mit zu berücksichtigen.

Einige Oberbürgermeisterkandidaten stellen sich und ihre Vorhaben, insbesondere für unser Vereinsgebiet, im Rahmen von Vorstandssitzungen vor. In der nächsten Ausgabe der West Info, die Ende Januar erscheinen wird, berichten wir darüber.

Der Kassier Gerd Rothfuß erläuterte die Finanzen des Vereins.

Im Jahre 2018 gab es einen Überschuss von 1.668,19 €.

Weil der Einzug der Vereinsbeiträge jährlich erst im Oktober erfolgt, kommt es zu vielen (für den Verein) kostenpflichtigen Fehlbuchungen, weil oft zum Jahresanfang Konto- bzw. Bankenänderungen vorgenommen und diese Änderungen nicht mitgeteilt werden.

Nach einstimmigem Votum der Versammlung findet der Beitragseinzug ab 2020 im Januar statt.

Der wichtigste Tagesordnungspunkt war die Komplettierung des Vorstandes.

Unter Leitung des Ehrenmitgliedes Peter Büttner als Wahlvorstand wurden

Heike Sternkopf als zweite Vorsitzende, Georg Förtsch als Schriftführer und Rico Mende als Beisitzer nachgewählt.

Spontan stellte sich Peter Büttner als Sprengelvertreter für den Bereich zur Verfügung.

Herr Türen Hürol will den Sprengel Leyh Mitte vertreten.

Zur Versammlung kamen insgesamt 75 Gäste, davon 58 Vereinsmitglieder.

Erfreulicherweise haben sich noch im Anschluss an die Versammlung einige Gäste für eine Mitgliedschaft entschieden. Der Bürgerverein hat jetzt 525 Mitglieder.

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